Pendeluhr einstellen – Schritt für Schritt

Bei einer echten Pendeluhr handelt es sich um ein aufwendig konstruiertes Gebilde, das mit höchst präziser Mechanik aufwartet. Möchte man die Pendeluhr einstellen, ist das kein leichtes Unterfangen. Es ist nötig, sich zuvor etwas mit der Funktionsweise der Uhr vertraut zu machen. Pendeluhren sind Uhren, deren Taktgeber ein mechanisches Pendel ist. Das Prinzip dieser besonderen Uhr beruht darauf, dass ein rotierendes und schwingendes Pendel bei jedem einzelnen Durchgang jeweils an einem bestimmten Punkt eine Reaktion im Uhrwerk auslöst. So wird die Zeitanzeige weitergeschaltet. Generell kann auch ein Laie die Pendeluhr einstellen, hierbei kommt es aber auf ein bisschen Geschick an.

Die verschiedenen Pendeluhren

Zwischenzeitlich gibt es mehrere Pendeluhren, die sich besonders im Hinblick auf die Funktionsweise unterscheiden. Neben der echten Pendeluhr gibt es auch die Quarzuhr, die mit einem schwingenden Quarz ausgestattet ist. Nur bei echten Pendeluhren hat das Pendel auch tatsächlich eine Funktion. Bei vielen anderen Uhren dieser Art fungiert es eher als Hingucker – ohne wirklichen Nutzen.

Hermle -Charlotte- Standuhr

Hermle -Charlotte- 01087-030461

Hermle -Trinity- Standuhr

Hermle -Trinity- 01220-740351

Das Pendel und seine Aufgabe

Bei einer echten Pendeluhr gehört das Pendel zum Uhrwerk und ist keine Zierde. Die Uhren werden normalerweise über einen Federaufzug oder aber ein Gewicht betrieben. Theoretisch gibt es auch Pendeluhren, die über einen Elektroantrieb verfügen, doch die erkennt man daran, dass sie mit einem Zierpendel ausgestattet sind. Ob das Pendel tatsächlich einen Nutzen erfüllt, lässt sich relativ leicht herausfinden: Stoppen Sie das Pendel einfach und warten ab, was passiert. Läuft die Uhr weiter, hat das Pendel keine Funktion. Anders sieht es aus, wenn das Pendel dafür benötigt wird, in der Uhr etwas auszulösen – dann bleibt es nämlich bei diesem simplen Trick stehen. Ein Pendel braucht Energie, damit es sich bewegen kann. Die bezieht es über eine Aufzugsfeder oder ein sinkendes Gewicht. Die Faustregel: Je weiter das Gewicht nach unten verschoben wird, umso langsamer bewegt sich die Uhr.

Die Pendeluhr einstellen – so geht es

  • Das Ticken der Uhr sollte gleichmäßig erfolgen, damit Sie die Pendeluhr einstellen können. Bei Unregelmäßigkeiten wird die Uhr schräg ausgerichtet. Es dauert eine Weile, bis das Ticken wieder in einem regelmäßigen Takt zu hören ist.
  • Das Pendel wird in dieser Position nun in Richtung der Schräglage bewegt. Das geht so lange, bis ein Widerstand spürbar ist. Durch das Bewegen in Richtung Widerstand richtet sich das Pendel langsam wieder aus.
  • Nun darf die Pendeluhr wieder senkrecht ausgerichtet werden. Erneut gilt es, das Ticken zu überprüfen. Sofern die Uhr noch nicht gleichmäßig läuft, ist es notwendig, Schritt 1 und 2 zu wiederholen.
  • Verfügt die Uhr über ein Schlagwerk, dann warten Sie, ob es ertönt. Natürlich muss der Schlag exakt zur angezeigten Uhrzeit passen. Sollte dies nicht der Fall sein, muss die Pendeluhr für gewöhnlich stundenweise vorgestellt werden. Nachdem die volle Schlaganzahl ertönt, kann die Uhr korrekt eingestellt werden.
  • Zum Schluss sollte die Uhr für 24 Stunden ohne Eingriffe laufen. Immer wieder können Sie prüfen, ob die Pendeluhr richtig funktioniert. Weist sie ein zu schnelles Tempo auf, sollte das Gewicht am Pendel nach unten geschoben werden. Läuft sie zu langsam, bewegen Sie das Gewicht nach oben.

Wichtige Hinweise: Der Zeiger darf nur im Uhrzeigersinn bewegt werden und Sie müssen jeden Schlag bis zum Ende abwarten, bevor Sie aktiv werden. Wenn die Uhr noch am Schlagen ist, bewegen Sie den Zeiger keinesfalls. Sollten alle Maßnahmen nicht dazu verhelfen, dass die Pendeluhr korrekt funktioniert, hilft nur noch der Gang zum Uhrmacher. Eventuell ist es notwendig, dass die Uhr einmal gründlich gereinigt wird. Bei älteren Pendeluhren ist das gar nicht so selten – erfordert aber unbedingt fachliches Wissen. Weiterhin ist denkbar, dass die Zahnräder nicht mehr funktionieren und ausgetauscht werden müssen. Auch wenn kein direkter Defekt zu erkennen ist, kann der Experte mit wenigen Griffen für einen regelmäßigen Gang sorgen.