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Was sind Armbanduhr-Lünetten?

Eine silberne Armbanduhr mit einer dunklen Lünette.

Der Begriff Lünette stammt aus dem französischen und steht für „kleiner Mond“. Die Lünette ist die Umrandung des Ziffernblattes der Uhr. Es gibt abhängig vom Uhrentyp verschiedenste Ausführungen. Die Lünette gehört zu dem wesentlichen Bestandteil des Uhrengehäuses und dominiert das Gesamtbild. Entweder ist sie stak mit der Uhr verbunden oder sie ist drehbar. Ist die Lünette drehbar, verbirgt sich dahinter in den meisten Fällen eine Zusatzfunktion. Bei Taucheruhren lässt sich damit zum Beispiel die Tauchzeit einstellen und wieder andere Uhren verfügen über eine zweite Zeitzone, die eine drehbare Lünette erforderlich macht. Befindet sich die Lünette starr auf der Uhr, dann wird sie dennoch gerne mit in die Funktionsweise eingebunden und fungiert wieder für verschiedene Einstellungen. Darüber hinaus erweist sich eine Lünette immer als zeitloser und besonderer Blickfang, der eine Uhr optisch in Szene setzt und ihr Eleganz vermittelt.

Die Geschichte der Lünetten

Den Ursprung haben Lünetten im Jahr 1953. Damals kamen die ersten beiden Uhren auf den Markt, die über den Drehring verfügten. Das waren Tauchuhren. Dank dieser speziellen Funktion waren Taucher nicht mehr nur in der Lage, die Zeit auf der Uhr abzulesen, sondern auch den Zeitpunkt des Abtauchens zu markieren. Heutzutage lassen sich mit Lünetten bevorzugt Pulsfrequenz, Geschwindigkeit, Himmelsrichtungen oder auch Distanzen bemessen oder bestimmen.

Lünetten und Armbanduhren

Bei Armband- und Taschenuhren ist die Lünette ein Bauteil des Uhrengehäuses. Der Ring ist zifferblattseitig auf den Korpus des Gehäuses montiert und mit einer Nut versehen, die in das Uhrenglas eingelassen ist.

Taucherlünetten

Bei einer Taucherlünette lässt sich das Dreieck vor einem Tauchgang auf den Minutenzeiger stellen. Diese Lünettenskalierung zeigt auf diese Weise die vergangene Tauchzeit in Minuten an. Eigentlich übernimmt sie genau die Aufgabe, die auch der Chronograph in Form einer Stoppuhr mitbringt. Doch die Stoppfunktion eines Chronographen kann unter Wasser nicht genutzt werden. Außerdem sind die Zahlen auf dem kleinen Zifferblatt auf einem Tauchgang auch nur schwer zu entziffern. Früher waren Taucheruhren in beide Seiten drehbar. Das ist mittlerweile nicht mehr der Fall, da es mehrfach zu gefährlichen Missverständnissen unter Wasser kam.

Zeitzonenanzeige

Auf GMT-Uhren gibt es oft Lünetten, die zur Zeitzonenanzeige vorgesehen sind. Sie zeigen eine 24-Stundenskala an und lassen sich in beide Richtungen verstellen – anders, als die Taucheruhr. Ein weiterer Sekundenzeiger umrundet das Ziffernblatt einmal am Tag. Er zeigt auf der Lünettenskala eine zweite Uhrzeit an. Im Ausland lässt sich der normale Stundenzeiger auf die Lokalzeit stellen, ohne dass die Uhr dafür angehalten werden muss. Der zweite Zeiger bleibt ganz bequem auf der alten Zeit, die dann von der Skala ablesbar ist. Außerdem lässt sich mit der Zeitzonenanzeige schnell herausfinden, in welcher Himmelsrichtung sich Norden befindet. Dafür wird der normale Stundenzeiger in Richtung Sonne gerichtet – der zweite Zeiger zeigt dann automatisch nach Norden. Aber nur, wenn beide Zeiger die identische Uhrzeit anzeigen.

Tachymeterskala

Zum Schluss gibt es einige Lünetten, die obendrein eine Tachometerskala oder aber Tachymeterskala anzeigen. Diese lassen Geschwindigkeiten bei vorab festgelegten Strecken abschätzen. Die Formel beruht hierfür auf einer relativ simplen physikalischen Formel: Geschwindigkeit = Weg/Zeit. Der Sekundenzeiger gibt also an, wie hoch das Durchschnittstempo beim Zurücklegen einer Strecke war. Nach etwa einem Kilometer lässt sich auf der Lünettenskala eine Geschwindigkeit in km/h ablesen.

Funktion und Design im Einklang

Die Lünette vereint Funktion und Design auf eine harmonische Weise und versteht es, die Uhr mit einem schönen Akzent aufzuwerten. Es gibt Lünetten in verschiedensten Ausführungen, sowohl im Hinblick auf Material als auch Farbe und Design. Manche Lünetten treten andersfarbig und mit Steinen verziert auf, während andere eher dezent und schlicht im Hintergrund bleiben. Mit den vielen Funktionen erweist sich eine Lünette als praktische und teilweise sogar unverzichtbare Erweiterung der Uhr.

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